Wir waren wieder mal auf Besuch in Baden-Württemberg, um die letzten Sonnenstrahlen dieses Herbstes zu erhaschen. Ich mag ja eigentlich den Herbst – bis auf die Lebensmittel, die er hervorbringt – nicht so sehr. Aber diese bunt gefärbten Blätter in den Weinbergen sind so wunderbar anzuschauen. Generell liebe ich meine Heimat besonders, wenn es Herbst ist. Dazu könnt ihr gerne meinen Beitrag aus dem letzten Jahr lesen:

Dieser Kuchen, den ich nun letztes Wochenende in der Küche meiner Eltern zubereitet habe, ist etwas für richtige Schleckermäulchen. Es ist ein Gâteau de riz, ein süßer Reiskuchen mit Karamell.

Süße Reiskuchen haben eine lange Tradition in Asien, werden aber auch in Frankreich gerne als Dessert gereicht. Oft eben in dieser Variante mit Karamell, die es sogar abgepackt im französischen Supermarkt zu kaufen gibt. Oder aber mit einem selbstgemachten Mirabellen- oder Kirschkompott, oder auch mit einer in Butterkaramell geschmorten Banane, die zusätzlich mit ein bisschen Rum (bzw. Rhum) flambiert wird. Mit ein bisschen Cassis (Johannisbeer-Likör) beträufelt schmeckt ein Gâteau de riz ebenfalls vorzüglich und es kommt sogleich ein Gefühl von Urlaub auf. Kein Wunder heißt es „Essen wie Gott in Frankreich“.

Der Gâteau de riz kann toll vorbereitet werden und kann anstatt in einer großen Form, auch in kleinen feuerfesten Förmchen als nette Einzel-Portionen zum Dessert hergestellt werden. Außerdem ist er glutenfrei, falls man da eine Unverträglichkeit haben sollte. Apropos Unverträglichkeit… Ich habe ja meine Probleme beim Trinken oder Essen von Milchprodukten. Diesen Gâteau de riz stelle ich allerdings immer mit Kuhmilch her, obwohl man ihn theoretisch auch mit Pflanzenmilch machen könnte. Das Ergebnis ist allerdings in diesem Fall so viel besser, dass ich hier gerne mal eine Ausnahme mache.

Da es sich hier um ein sehr einfaches Rezept handelt, hoffe ich, dass es der eine oder andere von euch ausprobieren wird und mir berichtet, wie es euch geschmeckt hat.

Gâteau de riz

Zutaten

  • 200 g Milchreis
  • 1 Liter Bio-Milch 3,5 % oder Mandelmilch
  • 120 g Zucker + 100 g Zucker für das Karamell
  • 3 Eigelb
  • 200 g Crème fraîche
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Rosinen, wer mag

Anleitungen

  • Zutaten vorbereiten und abwiegen.
  • Eine feuerfeste Form (Glas oder Steingut) vorbereiten. Zusätzlich braucht ihr dann noch eine größere, ebenfalls feuerfeste Form, in die ihr die kleinere Form stellen könnt, um ein Wasserbad zu erhalten.
  • Karamell herstellen. Dazu den Zucker für das Karamell in ein kleines Töpfchen geben. 2 - 3 EL Wasser zugeben. Zucker schmelzen lassen bis er karamellisiert. Karamell auf den Boden der Backform gießen. Form zur Seite stellen.
  • Den Milchreis mit kaltem Wasser abspülen (das entfernt etwas die Stärke aus dem Reis). In einen Topf mit kaltem Wasser geben (der Reis sollte knapp mit Wasser bedeckt sein). Die Prise Salz dazu geben und 3 Minuten kochen lassen. Das Wasser sollte nicht komplett verdampfen. Reis mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.
  • Die Vanilleschote längs aufschneiden und auskratzen. Schote und Inhalt zur Milch geben und in einem Topf aufkochen. Dann den Reis zur Milch geben und auf kleiner Flamme solange kochen bis der Reis fast weich, aber noch bissfest ist. Regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt. An dieser Stelle können dann auch die Rosinen dazu gegeben werden.
  • Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
  • In einer separaten Schüssel mit einem Schneebesen das Eigelb mit dem Zucker leicht schaumig rühren. Die Crème fraîche dazu geben. Dann diese Masse zu dem gekochten Reis geben und Alles gut vermengen.
  • „Reisbrei“ auf das Karamell gießen.
  • Die kleinere Form mit dem Gâteau de riz in die größere Form setzen. Beide Formen in den Ofen geben und die größere Form mit Wasser füllen.
  • Ca. 30 Minuten im Ofen komplett stocken lassen.
  • Formen aus dem Ofen nehmen. Den Gâteau de riz ein bisschen abkühlen lassen und dann auf eine Platte stürzen. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen. Mir schmeckt er kühl am besten, manchen schmeckt er bei Zimmertemperatur besser.
  • Bon Appétit.
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