Außer dem Rezept für einen Frozen Daiquiri, werde ich euch heute außerdem ein bisschen „mein“ Kuba vorstellen.

Kuba ist ja so viel mehr, als die typischen Klischees uns weismachen wollen. Kuba ist ein Land, dass in keine Schublade passt. Vor ein bisschen mehr als 4 Jahren habe ich mir einen Traum erfüllt und bin zum ersten Mal dorthin gereist. An Zufälle habe ich noch nie geglaubt, aber dort sind einige Dinge passiert, die schwer zu erklären sind. Es war manchmal so, dass ich das Gefühl hatte ein Zahnradhäkchen geht ins nächste über.

Ich habe mich für eine Tanzreise in den Osten des Landes entschieden und bin daher für etwas mehr als 2 Wochen in Santiago de Cuba „gelandet“. Ich muss sagen, dass ich ziemlich schnell und ziemlich tief in diese Stadt eingetaucht bin. Es ist ein Moloch, das heißt, die Stadt ist groß, ziemlich marode, heiß und staubig.

 

Der Grund dafür, dass ich so schnell so tief eingetaucht bin, lag daran, dass die Tanzlehrer, die die Reise organisierten, uns das authentische Kuba zeigten und uns keine Touristenidylle vorspielten. Außerdem habe ich dann am 2. Tag meines Aufenthalts meinen heutigen Mann kennen gelernt und natürlich wollte er mir seine Stadt, seine Freunde und seine Familie zeigen und vorstellen.

Ich bin jetzt überhaupt kein naiver Mensch und besitze auch eine gewisse Menschenkenntnis, ein gewisses Risiko bin ich natürlich trotzdem eingegangen. Ich wusste ja überhaupt nicht, auf wen ich mich da einlasse. Er kam nicht gerade aus dem besten Stadtviertel, sondern eher aus einer Art Hafengegend mit allen seinen Milieus. Zum Teil trafen wir auf Menschen, die er mir als Freunde vorstellte, die ohne extra Verkleidung in jedem Piratenfilm mitspielen könnten. Wir waren natürlich auch sehr oft nachts zusammen unterwegs, da ja tagsüber mein Tanzkurs oder Ausflüge mit der Gruppe auf dem Programm standen und er natürlich auch ein paar Verpflichtungen hatte.

Santiago ist allerdings sowieso nachts viel schöner als tagsüber. Es ist angenehm warm und nicht mehr drückend heiß, von irgendwoher hört man immer ein bisschen Musik, es sind Leute auf der Straße (außer es gibt mal einen der seltenen Regenschauern). Und wenn man nicht tanzen gehen will, kann man sich mit einem Getränk auf einen Platz oder an die Hafenmole setzen. Generell ist – wenn man sich darauf einlässt – Kuba und für mich speziell Santiago ein Ort, an dem man total entschleunigen kann. Das Internet wird zwar auch immer besser und leichter verfügbar, ist aber immer noch nur in einer langsamen Geschwindigkeit nutzbar. Ich entscheide mich dort fast immer gegen die Nutzung und nehme eine technische Auszeit.

Da die Temperaturen in Deutschland Ende August noch einmal gestiegen sind und man sich, mit dem richtigen Drink in der Hand, leicht nach Kuba träumen kann, stelle ich euch hier mein Lieblings-Getränk für laue Sommerabende vor. Es ist der Frozen Daiquiri, eher ein Stiefkind in der Cocktail-Familie, zwar nicht auf Kuba, aber zumindest in Deutschland.

 

 

Frozen Daiquiri (Daiquiri Frappé) für ca. 4 Personen

Zutaten

  • 250 ml weißer Rum
  • 5 Tassen Crushed Ice
  • ca. 5 EL weißer Rohrzucker zu Zuckersirup verarbeitet
  • ca. 2 – 3 Limetten ausgepresst
  • ca. 25 ml Kirschlikör nach Geschmack im Original-Rezept wird ein farbloser Kirschlikör verwendet, ein Maraschino-Likör!.

Anleitungen

  • Alle Zutaten, bis auf den Kirschlikör in einen starken Standmixer (mit Crush-Funktion) geben. Ca. 30 Sekunden mixen. Es sollte eine cremige (ähnlich einem Sorbet) Konsistenz entstanden sein. In Cocktail-Schalen geben und mit dem Kirschlikör beträufeln.
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