Heute möchte ich euch ein Rezept für einen Sharon-Käsekuchen ans Herz legen. Wie ich auf den Geschmack von Kakis und Sharons kam, erzähle ich euch in zwei kleinen Geschichten:

Die Frucht „Kaki“ lernte ich bereits als Kind während eines Urlaubs in der italienischen Schweiz (dem Tessin) kennen. Bis heute finde ich es merkwürdig, dass ich sie überhaupt mochte. Ich war ein mäkeliges Kind und hatte vor allem mit bestimmten Konsistenzen meine Probleme. Ich mochte z. B. das Innenleben von Tomaten nicht. Welch Wunder, dass ich also Kaki mochte. Heute esse ich die weichen Kaki sehr gerne zusammen mit etwas herzhaftem, z. B. einem geräucherten Schinken. Falls ihr das nicht kennt, probiert es unbedingt mal aus!

Der Sharon, die nahe mit der Kaki verwandt ist, begegnete ich erst sehr viel später, etwa vor 10 Jahren. Damals kamen diese leuchtend orangefarbenen Früchte in Deutschland im Herbst zunehmend auf den Markt. Ich kaufte mir 2 Stück dieser festen Sharons, in der Hoffnung, dass sie nachreifen und man sie dann ganz einfach auslöffeln könnte, wie die Kakis damals im Tessin. Leider passierte mit diesen Sharons auf meiner Fensterbank überhaupt nichts und ich war ratlos, was ich nun mit diesen Sharons anfangen sollte.

Eine Kaki (Fruchtfleisch weich, wenn reif) und eine Sharon (auch reif noch ziemlich fest)

 

Inzwischen habe ich, in Bezug auf Sharons (in manchen Ländern auch Persimmon genannt), viel dazu gelernt. Sie kommen übrigens ursprünglich aus Japan, werden aber inzwischen rund ums Mittelmeer angebaut.
Ich habe erfahren, dass man Sharons wunderbar in ein Müsli oder einen Obstsalat (z. B. in eine Macedonia) schnippeln kann. Und habe mit Freude ein Rezept ausprobiert, bei dem man die Sharons in eine Guacamole gibt:

 

Nun aber zu meinem Rezept für den Sharon-Käsekuchen: Theoretisch kann man diesen Kuchen genauso gut mit Quitten oder Äpfeln machen. Allerdings besticht die Sharon schon alleine rein optisch durch ihre leuchtend orange Farbe und das Auge isst ja bekanntlich mit.

Das besondere an diesem Rezept ist, dass ein Teil der Sharon püriert in den Frischkäseguss getan wird. Das macht den Sharon-Käsekuchen sagenhaft fruchtig. Lasst außerdem auf keinen Fall die Mandelstifte weg. Sie schmecken mir in dieser Kombination besonders gut.

Probiert es doch einfach aus und macht euch einen schönen und gemütlichen Herbst!

Sharon Käsekuchen

Equipment

  • 1 Spring- oder Tarteform ca. 25 cm Durchmesser

Zutaten

Mürbeteig:

  • 180 g Weizenmehl 405er
  • 120 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 Bio-Ei

Belag:

  • 225 g Frischkäse
  • 80 g Zucker
  • 1 Bio-Ei Gr. L
  • 2 TL Mandelextrakt oder Amaretto
  • 1 Vanilleschote oder Vanilleextrakt
  • 4 mittelgroße Sharons
  • 2 - 3 EL gestiftete Mandeln

Anleitungen

  • Alle Teig-Zutaten schnell zu einem Teig kneten und luftdicht eingewickelt mind. 1 Std. kaltstellen.
  • Zutaten für die Füllung vorbereiten und abwiegen.
  • Alle Sharons mit einem Sparschäler schälen.
  • 3 der Sharons in Schnitze (wie für einen Apfelkuchen) schneiden und zur Seite stellen.
  • 1 der Sharon pürieren.
  • Den Frischkäse in eine mittelgroße Schüssel geben. Den Zucker, das Ei, den Mandelextrakt, die Vanille und die pürierte Sharon dazu geben und alles mit einem Handrührgerät vermischen.
  • Den Backofen auf 175° C Umluft vorheizen.
  • Die Backform einfetten oder mit Backpapier auslegen. Die Form mit dem Mürbteig auslegen. Den Boden mit einer Gabel einstechen.
  • Die Frischkäsemischung auf dem Boden verteilen. Dann die Sharon-Schnitze auf der Füllung verteilen. Mit den Mandelstiften bestreuen.
  • 20 - 25 Minuten backen. Zuerst noch in der Form stehen lassen bis die Frischkäsefüllung ein bisschen abgekühlt ist. Dann aus der Form nehmen und vollständig auskühlen lassen.
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