Ich war auf dem Münchner Viktualienmarkt und habe unverarbeitetes ungesüßtes Mark von der Hagebutte entdeckt. Ich habe mich total darüber gefreut. Zum einen ist es eben Kindheitserinnerung pur für mich, da ich aus einer „Hagebuttengegend“ (Baden-Württemberg) stamme, zum anderen bedeutet das saisonales, regionales Vitamin C in Reinform. Und davon gibt es in Deutschland im Winter ja bekanntlich nicht so viel.

Die Idee zum Rezept

Nun stand ich vor der Frage, was ich daraus machen könnte. Ich mag es ja sehr, einheimische und exotische Zutaten zu neuen Kreationen zu verbinden. Und ich war gerade sowieso in einer Kokosnuss-Joghurt-Phase, was lag also näher, als diese 2 Zutaten zu verwenden?

Die Quitten

Ich wollte allerdings noch eine fruchtige Komponente, als Gegenspiel zur Hagebutte, mit ins Spiel bringen und dunkle Schokolade konnte ich mir gut dazu vorstellen. Beim Türken um die Ecke fand ich dann ein paar Quitten, was ich sehr passend fand. Fruchtig süß, aber nicht aufdringlich. Mit einer Vanillestange zusammen habe ich sie dann zu einem Kompott verarbeitet, welches bereits alleine schon unwiderstehlich schmeckte. Das fand sogar mein Mann, der normalerweise eher so der Butter-Creme-Liebhaber ist und nicht so auf Frucht-Kompott steht.

Man kann die Quitten übrigens auch problemlos durch Birnen ersetzen. Ich habe es mir bei der Zubereitung übrigens einfach gemacht und die Quitten nur halbiert und zusammen mit der Vanille in den Dampfkochtopf-Einsatz gegeben. Die größte Arbeit mit den Quitten hat man normalerweise nämlich mit dem Schneiden und dem Entfernen des Kernhauses. Sie sind einfach extrem hart. Nach dem Aufdampfen entfernt man dann nur noch mit einem Löffel das Kernhaus und löffelt außerdem das Fruchtfleisch aus der Schale. Mit ein bisschen Saft aus dem Einsatz darüber geträufelt, hat man dann ein wunderbares Quitten-Kompott.

Das Rezept ist einfach vegan umsetzbar

Ich hoffe, ihr probiert mein Rezept mal aus und kommt ein bisschen auf den Geschmack der Hagebutte. Es bietet auf jeden Fall viel Spielraum für eigene Variationen und neue Kreationen. Es ist natürlich auch vegan herzustellen, wenn man statt dem griechischen Joghurt ein Sojajoghurt oder Joghurt aus Kokosmilch benutzt.

Viel Spaß mit dieser Vitamin-C-Bombe!

 

Hagebutten-Kokosjoghurt mit Quittenkompott (auch vegan möglich):

Zutaten

  • 150 g Kokos-Creme oder gekühlte Bio-Kokosmilch, falls ihr keine Creme findet
  • 150 g Griechischer Joghurt mit 6 % Fett für die vegane Version ein Sojajoghurt benutzen
  • Agavendicksaft oder Honig
  • 150 g Hagebutten-Creme ungesüßt oder gesüßt mit Agavendicksaft
  • ca. 50 g dunkle Schokolade oder eine dunkle vegane Schokolade, gehackt
  • 1 Vanilleschote
  • 20 g Kokos-Chips
  • ca. 2 - 3 Quitten bzw. 150 g Quittenkompott

Anleitungen

  • Alle Zutaten vorbereiten und abwiegen.
  • Zuerst aus den Quitten ein Kompott herstellen. Ich habe es mir leicht gemacht und habe die Quitten nur halbiert und mit ein bisschen Wasser und der Vanilleschote im Dampfkochtopf weich „gekocht“. Die größte Arbeit bei den Quitten ist nämlich, sie in ungekochtem Zustand zu zerkleinern. Sie sind einfach unglaublich hart und man braucht dazu sehr viel Kraft.
  • Nach dem kochen habe ich dann das weiche Fruchtfleisch aus der Schale gelöffelt und fertig war mein Kompott. Es gibt übrigens Sorten, die weiß bleiben beim Kochen und es gibt Sorten, die rot werden beim Kochen. Kompott abkühlen lassen. Wer mag, kann es noch zusätzlich süßen, ich persönlich finde es aber nicht nötig.
  • Nun die Kokos-Creme mit dem griechischen Joghurt vermischen. Falls ihr Kokosmilch statt der Kokos-Creme benutzt, einfach oben die feste Creme von der Milch abtrennen und nur die feste Creme benutzen. Das funktioniert am besten bei Bio-Kokosmilch, da sie keine Emulgatoren enthält. Creme nach Geschmack – aber auf jeden Fall nur leicht – süßen.
  • In hohen Gläsern die Zutaten dekorativ aufschichten. Dazu mit dem Quittenkompott anfangen. Dann ein Teil der Creme einfüllen. Darauf kommt dann eine dünne Schicht von der nach Geschmack gesüßten Hagebutten-Creme und je ca. 1 EL der Schokolade. Mit einer Gabel könnt ihr nun schöne rot-schwarze „Muster“ erzeugen.
  • Darauf noch einmal von der Creme geben. Zum Abschluss dann die Gläser mit den Kokos-Chips und den Schoko-Stückchen verzieren.
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