Der heutige Apfel-Rahmkuchen ist mein meistgebackener Kuchen des vergangenen Winters. Ich habe ihn bei jedem Backen ein bisschen verändert und verbessert, bis ich komplett mit dem Rezept zufrieden war. Durch Zufall entdeckte ich im Lagerkeller meiner Eltern eine für mich bisher unbekannte Apfelsorte. Es handelt sich dabei um den Brettacher, eine alte süddeutsche Apfelsorte. Der Brettacher ist ein Lagerapfel, der sich (im Oktober gepflückt) gut gelagert bis in den April frisch hält und dabei seine optimale Reife erst so ab Weihnachten erreicht. Er wird auch Gewürzapfel genannt, da er eben nicht nur saftig, sondern auch sehr würzig schmeckt. Die Brettacher-Äpfel sind sehr groß, farblich zwischen gelb und grün mit netten roten Bäckchen. Ich finde ihn ideal zum Backen oder auch für Apfelmus.

Ich habe mich dann zurück in München erneut auf die Suche nach dieser Apfelsorte gemacht und bin bei einem Biobauern fündig geworden. Es ist also nicht unmöglich, diesen Apfel für euren Kuchen in einem Geschäft zu finden. Die Chance dazu wird allerdings in Süddeutschland am höchsten sein. Alternativ könnt ihr den Kuchen aber auch mit Boskop-Äpfeln backen. 

 

 

Übrigens kann man die Eier-Sahne-Mischung dieses Rezepts auch zur Herstellung von Brot-Pudding (French-Toast, Pain perdu, Ofen-Schlupfer usw.) verwenden. Dazu schneidet ihr einfach getrocknetes Brot in Scheiben, legt die Scheiben gestapelt in eine feuerfeste Form und begießt sie dann mit der Mischung. Je nach Geschmack kann man den Brot-Pudding mit Rosinen oder geriebenem Apfel, Kokosflocken, einen Schuss Rum variieren. Die oberste Schicht der Scheiben sollte leicht über die Flüssigkeit herausragen. Er kommt dann für ca. 25 Minuten bei Ober- und Unterhitze in den Backofen bis die Eier-Sahne gestockt ist und die oberen Brotscheiben leicht braun karamelisiert sind. Man kann den Brot-Pudding kalt oder warm essen und durch die Ergänzung mit Früchten oder Beeren ein besonderes Frühstück kreieren.

Backt den Apel-Rahmkuchen oder den Brot-Pudding doch nach und lasst mich wissen, was ihr von diesem Rezept haltet.

 

 

Apfel-Rahmkuchen

Equipment

  • 1 runde Backform Durchmesser ca. 25 cm

Ingredients

Teig:

  • 210 g Weizen-Mehl 450er
  • 140 g Butter gestückelt
  • 1/3 TL Salz
  • 2 EL Zucker
  • 60 ml Eiswasser

Belag:

  • Ca. 4 - 5 Bio-Äpfel z. B. Brettacher oder Boskop
  • Zitronensaft
  • 2 Bio-Eier Gr. M
  • ½ l Sahne
  • 80 g Zucker
  • 20 g Vanillezucker
  • 30 g Weizen-Mehl 450er
  • 1 Prise Salz
  • event. Mandelsplitter

Instructions

  • Alle Zutaten für den Teig vorbereiten und abwiegen
  • Alle Zutaten mit einer Küchenmaschine schnell zu einem Mürbeteig verkneten. Sofort aufhören zu kneten, sobald der Teig zusammenhält. Es dürfen sogar noch kleine Butterfleckchen sichtbar sein. Dadurch wird dieser Teig ein bisschen aufblättern, ähnlich wie ein einfacher Quark-Blätterteig.
  • Den Teig in Folie einwickeln und ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Alle Zutaten für die Füllung vorbereiten und abwiegen.
  • Die Äpfel schälen und in gleichmäßige Scheiben schneiden. Damit die Äpfelscheiben schön hell bleiben, beträufelt man sie mit dem Zitronensaft. Zur Seite stellen.
  • Alle Zutaten für die Eier-Sahne zusammenrühren und mit einem Schneebesen verquirlen. Zur Seite stellen.
  • Eine runde Backform einfetten oder mit einem Backpapier auslegen.
  • Den Backofen auf 175° C vorheizen.
  • Wichtig bei der Verarbeitung des Teiges ist, dass er eigentlich durchgehend, bis er in den Backofen kommt, kalt bleibt. Am besten wellt man den Teig zügig zwischen 2 Folien oder Backpapieren aus und legt sie in die vorbereitete Backform. Mit einem Messer schneidet man den überstehenden Rand ab. Den Boden mit einer Gabel einstechen und dann die Äpfel gleichmäßig schuppenartig darauf verteilen.
  • Zuletzt die Eier-Sahne über die Äpfel gießen. Man kann den Kuchen dann noch mit Mandelsplittern bestreuen.
  • Den Kuchen ca. 25 Minuten backen. Zuerst noch in der Form stehen lassen, bis der Kuchen ein bisschen abgekühlt ist. Dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
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