Wir stehen kurz vor unserer Reise nach Kuba und die Vorbereitungen sind zum Glück fast abgeschlossen. Ein bisschen wehmütig bin ich dann doch, nur den Anfang der Adventszeit hier in Deutschland zu verbringen. Für mich eigentlich das einzig Schöne an der deutschen Winterzeit. Auch wenn ich mich zuhause meistens mit meiner Weihnachtsdekoration zurückhalte, liebe ich es, wie die Straßen und Weihnachtsmärkte dekoriert und beleuchtet sind.

Um trotzdem ein bisschen in eine besinnliche Stimmung zu kommen, habe ich beschlossen, es uns am 1. Advent mit einer „netten“ Tarte Tatin gemütlich zu machen. Mein Mann lässt sich bei Süßem auch nicht lange bitten, schon gar nicht wenn Karamell mit im Spiel ist.

Es scheiden sich ja die Geister, ob man eine Tarte Tatin mit einem Mürbteig oder einem Blätterteig macht. Ich mag beide Varianten und habe mich jetzt eher aus Zeitgründen für die Version mit Mürbteig entschieden, da ich in diesem Fall schon gerne einen selbst gemachten Blätterteig hätte. Wenn schon, denn schon! Das tolle an einer Tarte Tatin ist ja, dass man sie als Kuchen zum Tee oder Kaffee essen kann, aber auch toll als Nachtisch mit ein bisschen Sahne oder Vanilleeis servieren kann.

Da mein Mann in der Gastronomie arbeitet, fängt unser gemeinsames Wochenende immer erst am Sonntag an. Das Frühstück findet dann eher kurz vor Mittag statt und das Abendessen gibt es dann oft schon am Spätnachmittag. Das ausgefallene Mittagessen wird meistens durch ein nettes Dessert oder ein Küchlein nach dem Abendessen „ersetzt“.

Mein Mann ist dann für die musikalische Untermalung unseres Nachmittags zuständig und es kann durchaus sein, dass wir ein Tänzchen aufs Parkett legen, ein bisschen kubanisch eben. Das ist doch das, was das Leben eigentlich ausmacht, die kleinen Glücksmomente, die entstehen, wenn wir entschleunigen und wir uns komplett im „Jetzt“ befinden.

Ich wünsche viel Freude mit meinem Rezept!

 

Tarte Tatin

Zutaten

  • 50 Zucker
  • 100 g kalte Butter
  • 150 g Mehl 450
  • Prise Salz
  • 1 Zitrone
  • 3 - 4 Boskop-Äpfel
  • 100 Zucker
  • 2 - 3 EL Wasser
  • 80 g Butter
  • 1 Backform ca. 25 cm ø

Anleitungen

  • Zucker, Butter, Mehl und Salz zügig zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten. Flach gedrückt (dann kann man ihn später leichter ausrollen) in Klarsichtfolie wickeln und mind. 30 min in den Kühlschrank legen.
  • Den Backofen auf 220°C vorheizen.
  • Inzwischen kaltes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone bereitstellen; es soll die Braunfärbung der Äpfel verhindern. Äpfel schälen, zu Apfelspalten schneiden und in das Zitronenwasser legen.
  • Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche auf 25cm ø (oder entsprechend der Backform) ausrollen. Auf ein flaches Blech legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und bis zur weiteren Verwendung wieder kalt stellen.
  • Die Äpfel abgießen und gut mit einem Küchenpapier abtupfen.
  • Zucker mit dem Wasser in eine Pfanne geben und erhitzen. Dabei nicht umrühren. Warten bis es braun wird und ein Karamell entsteht.
  • Butter und einen Spritzer Zitronensaft dazugeben. Äpfel in das Karamell legen und darin kurz bei geringer Hitze ziehen lassen. Äpfel-Karamell-Mischung in eine Backform geben. Die Äpfel sollten sehr dicht liegen.
  • Nun den Mürbteig zügig auf die Äpfel legen und den Teigrand zwischen Äpfel und Formrand leicht nach unten drücken. Die Form direkt in den Ofen schieben und bei 220 Grad ca. 20 min backen.
  • Die Tarte aus dem Ofen nehmen und 10 min ruhen lassen. Nicht länger, das Karamell soll nicht fest werden. Den Teigrand mit einem spitzen Messer von der Form lösen und die Tarte auf eine Tortenplatte stürzen.

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