Ich war mal wieder im verwunschenen Garten meiner Eltern (siehe Rhabarber Pie) und habe Rhabarber geerntet. Auch wenn ich überhaupt nichts gegen einen klassischen Rhabarberkuchen mit Baiserhause habe, bin ich doch sehr experimentierfreudig, was Rhabarber angeht.

Ich habe mich an einen Rhabarberkuchen erinnert, den ich mal in Finnland gegessen habe. Besser gesagt, habe ich ihn auf Åland gegessen und zwar genau an meinem Geburtstag im Juli 2023. Der Kuchen bestand aus einem Rührteig mit versunkenen Rhabarber-Stückchen, wurde mit einer Karamellsauce begossen und mit essbaren kleinen Blüten dekoriert.

Es war nicht so einfach, diesen Geschmack nachzubilden, denn ein Rezept habe ich ja dazu nicht besessen. Meiner Meinung nach bin ich dem Geschmack nun aber sehr nahe gekommen.

 

 

Ich habe bei meinem Kuchen die Butter zu einer Nussbutter verarbeitet. Es macht natürlich mehr Arbeit und geschmacklich nur einen minimalen Unterschied, sodass ich es im Rezept weggelassen habe.

Nussbutter macht man folgendermaßen:

Ihr gebt Butter in einen kleinen Topf und erhitzt sie langsam. Ihr lasst sie so lange kochen, bis das komplette Wasser verdampft ist. Das enthaltene Milcheiweiß setzt sich dann als kleine Krümel auf dem Topfboden ab. Ich benutze einen Teefilter, um die Nussbutter von den Krümeln zu trennen. Es bleibt eine goldene Flüssigkeit übrig, die ihr dann abkühlen lasst.

 

 

Braucht ihr noch mehr Rhabarber-Inspiration, findet ihr hier auf meinem Blog noch weitere Rezepte, wie z. B. die Rhabarber-Tartelettes, den Rhabarber-Upside-Down-Kuchen mit Ingwer und die Pancakes mit Rhabarber-Erdbeer-Marmelade.

Ich wünsche euch weiterhin einen schönen Frühling!

 

Finnischer Rhabarber-Kuchen mit Karamell

Kochutensilien

  • 1 Feuerfeste Form ca. 30 x 23 cm

Zutaten

Teig:

  • 150 g Butter
  • 4 Bio-Eier Gr. L
  • 180 g Rohrzucker
  • 50 g Honig
  • 90 ml Sahne
  • 250 g Weizenmehl 405er
  • 4 TL Weinsteinbackpulver
  • 300 g Rhabarber geschält und gestückelt
  • essbare getrocknete Blüten (z. B. Kornblumen) optional

Karamell:

  • 100 g weißer Zucker
  • 25 g Butter
  • 50 ml Sahne
  • 1 Prise Salz

Anleitungen

  • Alle Zutaten abwiegen und vorbereiten.
  • Butter schmelzen lassen. Ganz abkühlen lassen. Alternativ könnt ihr aus der Butter eine Nussbutter herstellen (siehe Text oben). Den Honig in die Butter einrühren. Zur Seite stellen.
  • Die Form gut einfetten. Den Backofen auf 175° Grad Umluft vorheizen.
  • Die Eier mit dem Rohrzucker mit einem Handrührgerät schaumig schlagen. Das Mehl und das Weinsteinbackpulver unterrühren. Dann die Sahne unterrühren.
  • Zuletzt rührt man die geschmolzene Butter bzw. die Nussbutter unter.
  • Den Teig in die Form geben und den Rhabarber darauf verteilen.
  • Im Backofen ca. 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
  • Kuchen abkühlen lassen.

Karamell:

  • Den Zucker mit ein paar Tropfen Wasser auf dem Herd schmelzen lassen. Dabei nicht umrühren. Wenn der Zucker geschmolzen ist und leicht bräunlich ist, vorsichtig die Butter und das Salz zugeben. Dann so viel Sahne unterrühren, damit eine dickflüssige Sauce entsteht.
  • Die Karamell-Sauce über den Kuchen gießen und abkühlen lassen. Event. noch mit getrockneten essbaren Blüten dekorieren.
  • Der Kuchen wird direkt aus der Form geschnitten und hält sich kühl gelagert ca. 4 - 5 Tage.
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